Zeljko Vlahovic  Pianiste

Presse

 

 

11.09.2007 Slobodna Dalmacija
„Kommen und erleben Sie Feuerwerk am Klavier“ von Sonja Breljak, Berlin

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Leipzig, Gohliser Schlösschen, 2005

Heidelberg, Molkenkur, 2007

Hamburg, Laeiszhalle, 2007

Marburg, Schloss, 2007

Berlin, Konzerthaus, 2007

Berlin, Konzerthaus, 2007

Berlin, Konzerthaus, 2007

Bielefeld, Rudolf-Oetker-Halle, 2007

Bremen, Konzerthaus Glocke, 2007

Bremerhaven, Historisches Museum, 2007

www.omm.de 29.3.2008

 

Poetische Virtuositätsraketen

Von Annika Senger


„Feuerwerk am Klavier“ nennt sich das Programm, mit dem der 1973 in Zagreb geborene Pianist Zeljko Vlahovic seit etwa zwei Jahren auf Tournee geht. Besonders einem Komponisten hat sich der Absolvent der Musikhochschulen in Zagreb, Graz und Frankfurt am Main mit intensiver Leidenschaft verschrieben: Franz Liszt. Die Ungarischen Rhapsodien in B-Dur und in Des-Dur bilden einen krönenden Abschluss des Konzertes in der Berliner Universität der Künste, das andächtig mit dem „Blumenleben, Op. 19“ der kroatischen Komponistin Dora Comitissa de Pejasevich beginnt. Verträumt, romantisch, mit einem Hauch von Melancholie zeichnen die Melodien poetische Klangbilder von Veilchen, Rosen, Maiglöckchen, Lilien und
Chrysanthemen. Vlahovic setzt das Werk seiner „Landsmännin“ stimmungsvoll um und nutzt den ebenfalls aus ihrer Feder stammenden „Valse de Concert, Op. 21“ als fröhlich verspielte Überleitung zu Liszt. Schon in diesem ausgelassenen Walzer, den Vlahovic neu in sein Programm aufgenommen hat, zündet er die ersten Raketen seines Feuerwerks an Virtuosität – die Vorboten von dem, was die Zuhörer bei Liszts Nocturne „Les Cloches de Génève“ und noch mehr bei „Consolation III“ erwartet. Das Nachtstück startet ruhig und verhalten, schließlich überrascht Vlahovic mit einem sich steigernden Stimmungswechsel, der in „Consolation III“ kulminiert. Die Auswahl der Stücke, so könnte man annehmen, hat der Pianist nicht von ungefähr getroffen: Zwar stammen sie aus unterschiedlichen Zyklen, doch sie verschmelzen zu einer Einheit aus Stimmungsbildern, die auf einen Höhepunkt zusteuern: In beiden Programmhälften ist dieser bei Liszt angesiedelt. Vlahovic hat die Musik so stark verinnerlicht, dass er sie nicht nur reproduziert, sondern ihr einen ganz persönlichen Stempel aufdrückt. Es scheint, als erzähle er am Klavier selbst erlebte Geschichten.

Nach der Pause stehen fünf Stücke von Frédéric Chopin auf dem Programm: Hier jongliert Vlahovic akzentuiert mit einem Wechselspiel an musikalisch ausgedrückten Emotionen. Das „Nocturne in cis-Moll“, ein posthumes Werk, macht erneut einen Streifzug durch die Welt der Melancholie, während die „Polonaise in A-Dur, Op. 40“ majestätisch triumphierend den Saal erfüllt. Drei Walzer schlagen eine Brücke zu Liszts Ungarischen Rhapsodien. Temperament und Leidenschaft paaren sich hier mit technischer Präzision auf Spitzenniveau. Das Publikum ist so ergriffen, dass es Vlahovic am liebsten gar nicht gehen lassen möchte. Er brilliert also mit zwei Zugaben, dem „Staccato“ von Francis Poulenc und dem „Tanz der Baronin“ des zeitgenössischen kroatischen Komponisten Frano Parac. Es handelt sich um eine äußerst aggressive, dem Wahnsinn verfallene Baronin, wie Vlahovic vorher erklärt. Furios dissonant lässt er seine Finger mit der Baronin tanzen – und macht damit die zweite Zugabe zum heimlichen Höhepunkt des Konzertes.

FAZIT

Ein Ausnahmetalent – zu recht als „Poet unter den Pianisten“ gefeiert.

 

 

 

Nordsee-Zeitung 3.12.2007

Wirbelnde Finger

beim Staccato

Vlahovic verblüfft mit „Feuerwerk am Klavier“

 

Von unserem Mitarbeiter
Ulrich Müller

 

Bremerhaven. Ein musikalisches Feuerwerk versprechen ja viele, aber nur wenige können es dann tatsächlich abbrennen. Zu ihnen gehört der kroatische Pianist Zeljko Vlahovic, der bei seinem Auftritt im Historischen Museum Bremerhaven die Zuhörer verblüffte und begeisterte. Sein explosives „Feuerwerk am Klavier” zündete ebenso virtuos wie farbenprächtig und war ein bestens abgestimmtes und beeindruckendes Erlebnis.

Dabei begann Vlahovic, Jahrgang 1975 und in Zagreb, Graz

und Frankfurt ausgebildet, eher verhalten. Die ersten Takte aus

Isaac Albéniz' „Iberia Suite“ luden noch zum Träumen ein, doch

dann wurde die Musik des spanischen Komponisten hoch dramatisch und modern, wechselte zwischen feinem Pianissimo und mächtigem Forte. Der dritte Auszug aus der Suite endete in einem furiosen Staccato, und ein jüngerer Konzert-Besucher wurde so umgesetzt, dass er dem Künstler auf die wirbelnden Finger schauen konnte.

Das lohnte sich auch bei den beiden „Ungarischen Rhapsodien“

von Franz Liszt, der einst zu den Bewunderern von Albéniz gehört hatte. Seine Rhapsodie Nr. 3 B-Dur spielte der Pianist aus Zagreb, dessen intensive Beschäftigung mit dem Komponisten in der CD ,,Zeljko Vlahovic spielt Franz Liszt" mündete, angemessen klar und präzise. Ein kurzer Ruck am

Hocker und mit großer Poesie und Energie folgte die Nr. 6 Des-Dur, die in einem wahren Tastenfeuerwerk endete.

Vlahovics kultivierter Stil prägte auch den zweiten Teil des Konzerts, der mit zwei duftig leichten Skizzen aus Dora Comitissa de Pejacsevitchs „Blumenleben“ begann. Ein Höhepunkt war dann das fulminante „Scherzo cis-Moll“

von Frédéric Chopin, dem drei elegante, von Zwischenapplaus

begleitete Walzer des polnischen Komponisten folgten. Mit der

träumerischen „Consolation III“ ging es zurück zu Liszt, bevor dessen Konzert-Paraphrase „Rigoletto“ den virtuosen Schlusspunkt unter ein sehr konzentriert, dynamisch und ohne Übertreibungen gestaltetes Konzert setzte.

Der „Tanz einer Baronin“ des zeitgenössischen kroatischen

Komponisten Frano Parac war als Zugabe Kraft und Dynamik pur, Francis Poulencs „Staccato“ sorgte zum Abschluss noch einmal für verklärte Gesichter.

 

 

16.11.2007 Rudolf-Oetker-Halle, Bielefeld

Standing Ovations für Zeljko Vlahovic
in Bielefeld

Das begeisterte Publikum dankte dem Pianisten für das besondere Konzerterlebnis mit “standing ovations“.

 

 

5.11.2007 Rhein-Neckar-Zeitung

Virtuose

der Poesie

Vlahovic auf der Molkenkur

 

Von Rainer Köhl

 

Virtuose Klavierstücke liegen dem Pianisten Zeljko Vlahovic. Der junge Kroate, der in seiner Geburtsstadt Zagreb, daneben in Graz und Frankfurt studierte, hat ein gutes Gespür dafür, dass glitzernde

Virtuosität alleine nicht reicht. Vielmehr versteht er es bestens, dieses mit Ausdruck und Poesie zu erfüllen. Bei seinem Auftritt in der Heidelberger Molkenkurgab der Pianist eine gute Kostprobe davon. Große Ausdrucksvielfalt, reiche Farbnuancen und auch Tiefe brachte er in die Klangwelt von Liszt, in die 3. und 6. Ungarische Rhapsodie, sowie in die "Rigoletto-Paraphase". Gestochen klar und präzise, mit energiereichen Bässen und kristallklarem Diskant formte er die virtuosen Verläufe, mit schönster Leichtigkeit servierte er die hochtourig gespielten Doppeloktaven. Starken rhythmischen Schwung und Witz verband Vlahovic in seinem Liszt-Spiel.

Mit erlesenem Klanggespür und nobler Eleganz durchzeichnete er gleichfalls drei Walzer und das cis-Moll-Scherzo von Chopin. Alles in seinem Spiel hat Stil und Geschmack, da gibt es keine pianistischen Exzesse, ist alles vielmehr eingefasst in kultivierter Klanglichkeit.
Das war ebenso in drei Stücken aus Isaac Albeniz' „Iberia“ zu spüren, in einer feinsinnigen Anschlagskultur, in sublim abgestuften, sehr transparent gestalteten Ornamenten, filigranen Farbenspielen. Gestochen klar glitzernde Arabesken eröffneten eine Klangwelt, welche alle Pracht, den Gold- und Silberverzierten Altarschmuck der Kathedrale von Sevilla etwa, sehr plastisch einfing und von tiefer Ruhe reich erfüllt war.

 

 

 

1.11.2007 Marburger Neue Zeitung

Pianist zeigt Leidenschaft am Flügel

Zeljko Vlahovic spielt im Schloss

Von Sonja Lechner

Ein wahrliches “Feuerwerk am Klavier” hat der Pianist Zeljko Vlahovic mit seinem Konzert entfacht. Im Rahmen seiner Deutschlandtournee ist der gebürtige Kroate im Fürstensaal des Marburger Schlosses aufgetreten.

Mit der dreiteiligen “Iberia”-Suite von Isaac Albéniz eröffnete der Pianist den Konzertabend.
Schon nach wenigen Takten entfaltete er einen musikalischen Sog, in den die Zuhörer eintauchten. Zart und nur mit gelegentlichen Forte-Passagen interpretierte er den ersten Suite-Abschnitt “Evocacion”, an den das temperamentvolle “El Puerto” und der letzte Teil “El corpus Christi en Sevilla” im Staccato anschloss. Dabei durchdrang Vlahovics individuelle Note die Komposition und fesselte das Publikum an sein Spiel.
Ebenso leidenschaftlich bot Vlahovic Franz Liszts Rhapsodie Hongroise Nummer III (B-Dur) und VI (Des-Dur) dar.
Seine intensive Auseinandersetzung mit dem Klavierwerk Liszts, von dem er einige Werke auch auf CD eingespielt hat, wurde hörbar. Markant und ausdrucksstark interpretierte Vlahovic dessen dritte Rhapsodie Hongroise und transportierte so die Lebendigkeit der Komposition.
Mit heiter-leichtem Ausdruck und verspielt mit Trillern und Verzierungen variierte er in der sechsten Rhapsodie die Tempi und steigerte das Stück bis zum Ende in immer schnellerer Geschwindigkeit.
Als Höhepunkt seines Konzerts trug Vlahovic Frédéric Chopins Scherzo cis-Moll op. 39 vor.
Erneut entfaltete der Pianist sein filigranes und dynamisches Spiel, sowohl feinfühlig als auch mit Leidenschaft und Intensität.
Einen musikalischen Bogen ins 20. Jahrhundert schlug Vlahovic mit der Suite “Blumenleben” op. 19 von Dora Comitissa de Pejacsevich. Verträumt erblühte die Komposition “Veilchen” in feingliedrigen Spiel, kraftvoller entfaltete die “Rose” ihre Melodie.
Zart und poetisch fügte Vlahovic mit “Consolation III” von Franz Liszt den letzten Konzertabschnitt an, den er mit Liszts Konzert-Paraphrase über Verdis “Rigoletto” mit energischem Ausdruck abschloss. Mit zwei Zugaben verabschiedete sich schließlich Zeljko Vlahovic von seinem begeisterten Publikum.



31.10.2007 Oberhessische Presse (Marburg)

Zeljko Vlahovic spielte im Fürstensaal

Von Su-Zi Schütz

… Das Publikum war fasziniert von der Virtuosität des mehrfach preisgekrönten Pianisten, die er bei jedem Stück eindrucksvoll unter Beweis stellte. Er meisterte die schwierigsten Passagen mit einer spielerischen Leichtigkeit und bot ein sehr schönes Wechselspiel in der Dynamik. Die Zuhörer gaben großen Beifall und bekamen als Dank dafür zwei Zugaben.

Die eindrucksvolle Spielweise und Herzlichkeit Zeljko Vlahovics werden dem Publikum sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

 


13.09.2007 Berliner Zeitung

Ein Poet des Vortrags

Mit Liszt und anderen: der Pianist Zeljko Vlahovic im Konzerthaus

Wolfgang Fuhrmann

Pianisten gibt es gar viele, und was ein wackerer Pianist sein will, der rast sich schon einmal quer durch Liszt, durch die Transzendental-Etüden, die Ungarischen Rhapsodien oder diese oder jene Opernparaphrase. Deswegen hat Liszt ja auch so einen schlechten Ruf. Dass er eigentlich ein rhetorischer Musiker war, ein Poet des Vortrags und der klangmalerischen Beschwörung, das lernt man nur, wenn der Pianist selbst auch einer ist. Das kommt selten vor.

Umso mehr ist es zu begrüßen, dass der aus Zagreb gebürtige Pianist Zeljko Vlahovic soeben eine Liszt-CD veröffentlicht hat, auf der er sich mit Ernst und Nachdenklichkeit (und natürlich trotzdem großer Virtuosität) dieser Musik annähert. Am Sonnabend spielt er aber nicht nur Liszt und Chopin, sondern auch Albéniz und ein Stück aus dem Zyklus Blumenleben von Dora Comitissa de Pejacesvich (1885-1923).

. . .

Die CD "Zeljko Vlahovic. Piano. Franz Liszt" ist soeben erschienen.

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26.07.2006 Märkische Allgemeine

MIT FUROR AM KLAVIER

ZELJKO VLAHOVIC AUS ZAGREB IM FOYER DES NIKOLAISAALS


Die vielen fleißig tingelnden und gleichwohl namenlosen Pianisten kann keiner aufzählen, und die ganz besonders Namhaften müssen an dieser Stelle nicht zwingend genannt sein. Zeljko Vlahovic aus Zagreb zählt zu den eher weniger Prominenten seiner Zunft, und dennoch konnte er jetzt gehörig für Furore sorgen. Sein Soloauftritt im Foyer des Nikolaisaales hatte viele virtuose, aber auch zurückgesetzte Pianomomente. Wenn man dieses Konzert bei Lichte betrachtet, mischte da am Sonntagabend ein knapp über 30-Jähriger die Szene in seinem Sinne auf.

Haydn, Chopin und Liszt waren die Protagonisten, die er mit der an Carl Philipp Emanuel Bach erinnernden Sonate in D-Dur von Joseph Haydn eröffnete. Der mehrfache Preisträger hatte die besten Gestaltungsmittel hier punktgenau zur Verfügung, und so wurde es ein früher Höhepunkt. Alle späteren Werke, so aus dem „Blumenleben“ von der Landsfrau Dora Comitissa de Pejacsevich (1885-1923) hatten es schwer, gegen Haydn anzutreten. Die große Sonate mit dem beachtenswerten Trauermarsch in b-Moll von Chopin hatte hier ebenso gestalterische Pracht wie der ganz virtuose, aber nicht so verrauschte Finale-Presto-Satz, der sonst ein Tummelplatz sprudelnder Virtuosität ist. Genaue Zeichnung bestimmte dann auch den zweiten Teil mit Lisztwerken. Zwei ungarische Rhapsodien, deren Trennung von Nr. 3 B-Dur und Nr. 6 in Des-Dur vom Publikum kaum wahrgenommen wurde, die aber einen weiteren pianistischen Höhepunkt darstellte. Consolation Nr. 3 und Nocturno bauten schließlich die Brücke zum virtuosen Schlusswerk, der Rigoletto- Konzertparaphrase . . .

Mamü [Martin Müller
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